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 RT - Durchstrahlungsprüfung

Durchstrahlungsprüfung

Die Durchstrahlungsprüfung ist ein bildgebendes Verfahren der zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZFP) zur Darstellung von Materialunterschieden. Mit Hilfe eines geeigneten Strahlers (einer Röntgenröhre oder eines gammastrahlenden Radionuklids, z.B. Selen75 oder Iridium-192) wird die Dichte eines Bauteils auf einem Röntgenfilm abgebildet. Auf dem Röntgenfilm erscheint ein Projektionsbild des Bauteils. An der unterschiedlichen Schwärzung lässt sich die abweichende Materialdicke oder -dichte erkennen. Je dicker oder dichter ein Bauteil, desto weniger Strahlung kann es durchdringen und desto heller erscheint der Röntgenfilm.

Anwendungsbereich

Die Durchstrahlungsprüfung (Kürzel RT gem. EN 473) ist geeignet zum Nachweis von volumenhaften inneren und äußeren Ungänzen. Bei Unterschieden der Dichte zwischen Fehlstelle und Grundmaterial ist die Ungänze nachweisbar. Auch feine Risse lassen sich bei geeignetem Einstrahlwinkel finden. Kontrast und Auflösung beeinflussen das Erkennen solcher Details. Der Kontrast ist abhängig von der Werkstoffdicke, Dichte, Masse- sowie Ordnungszahl des Materials, der Strahlerqualität / Höhe der Energie, sowie dem Auflösungsvermögen und dem Typus des Films.

Sie ist insbesondere ein Standardverfahren zur Prüfung sicherheitsrelevanter Bauteile bspw. Schweißnähten (EN 1435), sowie sicherheitsrelevanter Gussteile (EN 12681 und EN 444) z.B. in Kraftwerken.

Bildergalerie

RT - Durchstrahlungsprüfung RT - Durchstrahlungsprüfung RT - Durchstrahlungsprüfung

 

ÖN EN 444, Zerstörungsfreie Prüfung - Grundlagen für die Durchstrahlungsprüfung von metallischen Werkstoffen mit Röntgen- und Gammastrahlen

ÖN EN 462, Zerstörungsfreie Prüfung - Bildgüte von Durchstrahlungsaufnahmen

ÖN EN 584, Zerstörungsfreie Prüfung - Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung

ÖN EN 1330-4, Zerstörungsfreie Prüfung - Terminologie - Teil 3: Begriffe der industriellen Durchstrahlungsprüfung

ÖN EN 1435, Zerstörungsfreie Prüfung von Schweißverbindungen - Durchstrahlungsprüfung von Schmelzschweißverbindungen (voraussichtlich Anfang 2011 ersetzt durch ÖN EN ISO 17636-1 und ÖN EN ISO 17636-2)

ÖN EN 12681, Gießereiwesen – Durchstrahlungsprüfung

ÖN EN ISO 14784-2 Zerstörungsfreie Prüfung - Industrielle Computer-Radiographie mit Phosphor-Speicherfolien – Teil 2: Grundlagen für die Prüfung von metallischen Werkstoffen mit Röntgen- und Gammastrahlen

Damit die durchgeführten Prüfungen auch anerkannt werden, sollten die Prüfer mindestens nach folgenden Normen zertifiziert sein:

Europa: EN 473

USA: ASNT - SNT-TC-1A bzw. ISO 9712

 

 

 

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EN ISO 9001 legt die Mindestanforderungen an ein Qualitätsmanagement- system fest, denen eine Organisation zu genügen hat, um Produkte und Dienstleistungen bereitstellen zu können, welche die Kundenerwartungen sowie allfällige behördliche Anforderungen erfüllen.

 

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